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In Hundeleine verheddert und Hals aufgescheuert
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Autor:  Furry [ Di 30. Okt 2012, 00:34 ]
Betreff des Beitrags:  In Hundeleine verheddert und Hals aufgescheuert

Hallo Leute,

nach 6 Jahren Kurierdienst passierte es mir letzten Freitag:
Ich war zum Verteilen von Post unserer Stadtverwaltung mit meinem wuchtigen Mountainbike unterwegs. Dabei benutzte ich wieder einmal (naja, der Weg ist eine erhebliche Abkürzung) einen Fußweg mit "Radfahrer frei". Geteert sogar und noch relativ breit. Freuquenz: Mehrere 100 Radfahrer pro Tag.

Noch nie ist mir da bisher was passiert; doch in einiger Entfernung sah ich links am Wegrand einen kleinen Hund und rechts an diesem eine Dame. Ich fuhr etwa 15 km/h. Als ich mittig fahrend an beiden vorbei wollte, bemerkte ich zu spät die quer über den Weg verlaufene, wegen des gefärbten Laubes absolut nicht zu sehende Hundeleine. Die Dame sieht mich, reißt die Hundeleine nach oben, wobei der Hund einen gewaltigen Satz nach oben macht. Dabei streift die Leine meinen Helm, rutscht von diesem nach unten und streift dann meinen Hals. Ich bremse stark ab, um mich nicht zu strangulieren und stürze glücklicherweise nicht. Chit!

Am Hals entsteht eine Schürfwunde, die jetzt noch schmerzt. Dame: "Das tut mir aber leid, ich hatte Ihnen doch noch gerufen, ein Momentchen zu warten". Zu leise wohl, hatte nix gehört. Was sollte ich denn auch noch machen, das is halt der Crux auf solchen Wegen. Rechte haste da als Radfahrer auf gar keinen Fall, man wird ja allenfalls dort so geduldet.

Wenigstens ist der Hund friedlich geblieben und hat mich nicht auch noch gebissen.
Die Frage ist, wer hier für wen hätte haften müssen, wenn schlimmeres passiert wäre. Man sollte doch besser derartige Wege meiden, meine ich.

Autor:  Haz3t [ Di 30. Okt 2012, 01:42 ]
Betreff des Beitrags:  Re: In Hundeleine verheddert und Hals aufgescheuert

Läuft im günstigsten Fall vor dem Kardi auf ein haftungstechnisches Remis hinaus, (jeder kommt für seinen eigenen Schaden auf)
im weniger günstigen Fall wird Dir erzählt, Du hättest viel langsamer, nötigenfalls Schrittgeschwindigkeit fahren müssen
um Dich und den verkehrsschwächeren Fußgänger nicht in Gefahr zu bringen, außerdem hättest Du die Dame dann besser verstehen -
und ihr beide besser reagieren können, sprich Mutti hätte sich dann noch in Ruhe um das Einholen der Hundeleine kümmern können
und Du hättest das Ding bei der geringen Geschwindigkeit zwar nicht eher gesehen, aber das MTB sofort zum Stehen gekriegt und
eine Schädigung wäre ausgeblieben.

Gute Besserung für Deinen (in mehrfacher Hinsicht) dicken Hals!

Autor:  Furry [ Fr 2. Nov 2012, 01:16 ]
Betreff des Beitrags:  Re: In Hundeleine verheddert und Hals aufgescheuert

Ja danke, es geht mir schon wieder besser ...
Für Radfahrer tut unsere Stadt eh sehr wenig, hoffen wir das beste ---

Autor:  st1ffl3r [ Fr 2. Nov 2012, 07:56 ]
Betreff des Beitrags:  Re: In Hundeleine verheddert und Hals aufgescheuert

rein technisch, hast du Fahrzeug, welches auch immer, so zu führen, daß du jederzeit anhalten kannst. Die meinen damit Vorrausschauend fahren, also Defensiv.
das ist das selbe wie mit Auffahrunfällen. Auch wenn der vordere einen Fehler macht und du da rein donnerst, bekommst du net Recht.
(erfahrung) :oops:

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