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Die arme Sau des Tages
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Seite 1 von 2

Autor:  delle [ Mi 6. Jun 2007, 21:25 ]
Betreff des Beitrags:  Die arme Sau des Tages

Der Tag fing schon bescheuert und stressig an: Erst waren keine Fahrer da und dann hielt mich ein Paketshop-Kunde durch seine Beratungsbedürftigkeit davon ab selbst loszufahren.

Endlich kam ich weg und hatte es eilig. Als ich die erste Sendung drin hatte, eilte ich mit etwa 35 Sachen über einer unseren Hauptstrassen zum nächsten Kunden. Es waren kaum Autos unterwegs. Plötzlich bemerkte ich, wie mich auf der anderen Strassenseite ein Eichhörnchen langsam am überholen war.
Allerdings kam es immer mehr auf meine Strassenseite rüber. Selbst als es ziemlich nah an mir dran war, dachte ich mir nichts dabei. Ich gab nur Gas. Das E-Hörnchen auch.

Dann sah ich nur noch wie das Tierchen vor mein Vorderrad lief, verschwand und ich gleichzeitig einen sich seltsam anfühlenden Ruck spürte.

Es war ein scheiss Gefühl und irgendwie sehr seltsam.

Ich gab noch mehr gas und dachte: Heute passiert bestimmt noch etwas schlimmes.

Ein Paar Stunden später war es so: Jan meldete sich während eines Auftrages ganz schwach, dass er ausser Gefecht sei, weil er einen Unfall hatte. Ich erkundigte mich nach seinem Standort und schickte Hannes sofort hin.

Hannes meldete, dass Jan bereits wegen Verdacht auf Schädel-Basisbruch auf dem Weg ins Krankenhaus sei (WICHTIG: ZUMINDEST IM DIENST, IMMER EINEN HELM TRAGEN!!! - Jan hat keinen getragen).

Schöne Scheisse.

Jan war auf einem Hauptradweg in unserem Stadtwald unterwegs, als ihm plötzlich eine Frau aus einem Seitenweg direkt vor's Rad fuhr, er sich dabei überschlug und gegen einen Baum prallte.

Angehörige wurden informiert und nach letztem kenntnisstand, geht es ihm den Umständen ensprechend gut.

Noch am Rande: Tim berichtete später, dass er mit seinem Vorderrad einer Maus ausweichen konnte aber das breite Hinterrad seines Mountainbikes...

Autor:  Xtreme-Powerrider [ Mi 6. Jun 2007, 21:32 ]
Betreff des Beitrags: 

Oh, Mann, das ist aber wirklich ein Pechtag gewesen

Hoffentlich erholt sich dein Kumpel schnell
Rein offiziell hat er aber Unschuld bei dem Unfall, oder?

Autor:  delle [ Mi 6. Jun 2007, 21:55 ]
Betreff des Beitrags: 

Laut Zeugen Unschuldig. Zum Glück. Er (der Fa. Inhaber) ist nämlich nicht krankenversichert!

Autor:  kokosadun [ Mi 6. Jun 2007, 21:59 ]
Betreff des Beitrags: 

Oh Mann, ich bin heute einer toten Maus gerade noch so ausgewichen, weil ich sie erst ein Meter vor dem Rad entdeckte.
Die hat davor schon wer anders platt gemacht..

Deinem Kollegen gute Besserung! :-|

Bei uns im englischen Garten passieren auch oft Fast-Zusammenstöße.
Man heizt da durch mit über 30 und es kommen von allen Seiten Inline-Skater, Hunde, Kinder, Krähen und alles was sonst noch lebt.
Die Leute dort gehen scheinbar oft nur nach Gehör und wenn die lauten Stadtbusse durch sind, bewegen sie sich wild drauf los.

Autor:  kiwi_kirsch [ Mi 6. Jun 2007, 22:07 ]
Betreff des Beitrags: 

ach du scheiße

Autor:  delle [ Mi 6. Jun 2007, 22:31 ]
Betreff des Beitrags: 

Dass es dem Jan den Umständen entsprechend gut geht beruhigt mich zwar,
aber die Geschichte mit dem E-Hörnrchen lässt mich irgendwie nicht los.

Das Ding hat mich über mehr als 100 m verfolgt, um dann schliesslich vor's Rad zu laufen. Normal ist das nicht.

Autor:  kokosadun [ Mi 6. Jun 2007, 22:45 ]
Betreff des Beitrags: 

Normal ist das mit dem E-Hörnchen wirklich nicht.

Ich glaube, daß die ganzen Tiere und aber auch Menschen durch die Autos oft total abgestumpft sind.
Hört man ein lautes Auto, bedeutet das oft Lebensgefahr und das Gehirn schaltet auf 180.
Ein Radfahrer ist dagegen richtig harmlos und weil man übersteuert war und nach Beendigung der Gefahr kurz abschaltet, unterschätzt man leicht mal was anderes..

Laufen Hunde einfach so auf die Straße? - Nein, da haben sie viel zu viel Angst vor den lärmenden rollenden Monstern. Aber vor das Rad laufen sie einem dauernd, obwohl sie sich durch einen Zusammenprall bestimmt auch ein paar Knochen brechen könnten.

In der freien Natur wäre dem Hörnchen das bestimmt nicht passiert.
Das wäre schon lange weggelaufen vor den Rädern des Rades.

Das war ein geisteskrankes Stadthörnchen.
Schade drum, aber Du kannst da nichts dafür Delle.
Der Lärm der Stadt war daran schuld, der das Hörnchen so stark gestresst hat, daß es nicht mehr ganz bei Sinnen war.
Schade um das Hörnchen <img src="http://www.fahrradkurier-forum.de/images/smiles/022.gif"> , aber das hat bestimmt überlebt.

Autor:  kiwi_kirsch [ Mi 6. Jun 2007, 22:56 ]
Betreff des Beitrags: 

ich habe vier helme bei unfällen zerstört, die sonst mein kopf gewesen wären.. ich fahre fast nie ohne helm, nur wenn er nach feierabend naßgeschwitzt ist und ich schon geduscht allerdings noch ma zum einkaufen losmuß. der schädelbasisbruchverdacht geht mir ganz schön durch den kopf..
ich hab allerdings mal ein wiesel überfahrn, das weit vor meinem rad von links nach rechts lief, stehenblieb, sich umdrehte, mich ankuckte, wartete, bis ich es überfahren könne, und genau als ich dran vorbeifuhr, unter meinem hinterrad durch wieder nach links lief. wupp machte mein hinterrad. stabiles tier. hab mich total erschreckt, ging gar nicht, aber meine hinterleute sagten, das teil habe kurz gequietscht und sei weitergelaufen. daraufhin rede ich mir ein, es habe das geringbeschadet überlebt :s

Autor:  delle [ Mi 6. Jun 2007, 23:11 ]
Betreff des Beitrags: 

Kokosadun hat geschrieben:
aber das hat bestimmt überlebt.

glaube ich eher weniger - im gegenteil - ich hoffe, dass es nicht gelitten hat.

ansonsten muss ich dir recht geben: viele menschen nehmen am strassenverkehr nach gehöhr teil - nehmen uns, mit unseren lautlosen und hochwertigen geräten nicht wahr.

die leute sind es halt gewohnt, durch lärm und gestank aufmerksam gemacht zu werden.

gute nacht,
muss jan heute schliesslich vertreten

Autor:  Burnie [ Mi 6. Jun 2007, 23:23 ]
Betreff des Beitrags: 

...also vor Tieren am Wegesrand habe ich auch immer einen Höllenrespekt und fahre entweder weit daran vorbei oder bremse weit herunter.

Gerade Katzen und Hasen neigen aus ihrem natürlichen Fluchtverhalten heraus dazu statt wegzulaufen hakenschlagend dem "Hindernis" entgegenzurennen - zur Zeit ist es besonders schlimm, habe jeden Tag mindestens zwei derartige etwas brenzlige Situationen...

Wünsche allen Beteiligten gute Besserung!!!

Autor:  adas [ Do 7. Jun 2007, 10:19 ]
Betreff des Beitrags: 

auch von mir gute Besserung dem Kollegen.

Bei allem Respekt vor dem suizidalen Oachkatzerl, wichtiger ist, dass der Kollege wieder gesund wird...

Gruss,


adas :smt026

Autor:  off-the-wall [ Do 7. Jun 2007, 12:51 ]
Betreff des Beitrags: 

der unfall mit dem kolegen erinnert mich an einen unfall den ich hatte...

ich fahre mit 120 sachen auf einer 3 spurigen leeren thailändischen autobahn frueh am morgen mit meinem licht an auf meinem motorrad.

und da kommt eine frau auf ihrem roller quer über die autobahn gefahren oder gerast keine ahnung weil ich sie erst bruchteile vor der berührung gesehen habe naja sie wollte halt durch eine lücke im mittelstreifen...

ich hab sie mit meinem vorderrad an ihrem vorderrad erwischt...
sie ist umgefallen ich nicht (zu schnell)...

es war am ende nicht ganz so schlimm aber der unfall hätte für uns beide ziehmlich hässlich ausgehen können wäre sie nur einen meter weiter vorne gewesen...

naja auf jeden fall gute besserung an den kolegen...

Autor:  delle [ Do 7. Jun 2007, 19:38 ]
Betreff des Beitrags: 

Jan ist heute entlassen worden. Ein gebrochener Finger und na ja, viele Schürfwunden und Prellungen. Wird wohl noch 'ne weile ausfallen.

War heute echt ein harter Tag mit meistens nur einem Fahrer (und ich).
Es kostet viel Zeit und Energie, während des Fahrens Aufträge entgegenzunehmen und zu Disponieren - immer anhalten, Funken, Telefonieren, Schreiben und möglichst noch Auskünfte erteilen - und dann noch die Hitze.

Morgen -> Freitag, nochmal Kampftag mit nur einem Fahrer (ich kann bald nicht mehr).

Zum Glück, ist ab Montag der Eik aus Kassel als Verstärkung da. Evtl. Jan wieder als Dispo? Alles wird gut.

Autor:  delle [ Fr 8. Jun 2007, 21:38 ]
Betreff des Beitrags: 

Finger doch nicht gebrochen, war nur ausgekugelt. Trotz Gehirnerschütterung, hat er heute wieder Dispo gemacht.
Mit Fahren, ist aber trotzdem erstmal nichts.

Autor:  kiwi_kirsch [ Sa 9. Jun 2007, 02:03 ]
Betreff des Beitrags: 

"nur augekugelt"? mir ist schlecht. hast du dir schonmal was augekugelt? das ist widerlich, sag ich dir, mir läufts kalt den rücken runter. mir flutschen gelegentlich die schultern raus, unterkiefer hab ich auch schonmal ausgekugelt bekommen. ich sach dir, das fühlt sich gruselig an. wäää ;)

Autor:  delle [ Sa 9. Jun 2007, 07:30 ]
Betreff des Beitrags: 

Ja, dass mit der Schulter ist bei mir auch ein leidiges Thema.
Bin da mittlerweile Profi drin - sie schnellst möglich wieder einzurenken.

Ist 'ne lästige Sache. Du musst ständig daran denken, welche Bewegungen Du machen darfst, bzw. ruckartige oder hektische Bewegungen vermeiden.

Ich denke mal, der kleine Finger ist nicht so dramatisch - da er 1. behandelt wurde und 2. nicht so belastet wird, wie die Schulter.

Autor:  delle [ Sa 9. Jun 2007, 07:37 ]
Betreff des Beitrags: 

Bei mir kommt es zwar sehr selten, aber immerhin vor, dass die Schulter rausrutscht wenn ich beim Schlafen falsch liege. Ist echt gruselig.

Schwimmen kann ich auch nicht mehr, da der Wasserwiderstand ausreicht, um die Schulter auszukugeln.

Autor:  delle [ Sa 9. Jun 2007, 08:01 ]
Betreff des Beitrags: 

Nachtrag: Die Unfallverursacherin hat Jan noch am gleichen Tag im Krankenhaus besucht. Nette Geste.

Autor:  kiwi_kirsch [ Sa 9. Jun 2007, 08:47 ]
Betreff des Beitrags: 

jaj nachts im bett liegen und falsch umdrehen *flupp* seufz..

Autor:  delle [ Sa 9. Jun 2007, 09:03 ]
Betreff des Beitrags: 

klasse: ich schätze, dass du etwa halb so alt wie ich bist.
pass gut auf dich auf. ich hab mir das leiden vor etwa 20 jahren zugezogen.

Autor:  kiwi_kirsch [ Sa 9. Jun 2007, 10:05 ]
Betreff des Beitrags: 

(angeborne muskel- und bindegewebsschwäche, kaum zu ändern)

Autor:  delle [ Sa 9. Jun 2007, 15:20 ]
Betreff des Beitrags: 

ach so...
bei mir ist's halt verletzungsbedingt.
trotzdem kacke.

Autor:  kiwi_kirsch [ Sa 9. Jun 2007, 18:19 ]
Betreff des Beitrags: 

angefangen mit den schultern hats bei mir vor äh sechs jahren, als ich beim zu scharf geschnittenen einbiegen in einen gewerbehof an einer rolltor-stahlschiene den lenker verriss. meine hände hielten ja fest am lenker- und da machte halt das wie ich seitdem weiß schwächste glied in der kette *flupp*. hehehe seitdem öfters mal. scheint es oft zu geben, das problem, ich weiß inzwischen vion dreien außer mir selbst.. :/

Autor:  delle [ So 10. Jun 2007, 08:00 ]
Betreff des Beitrags: 

als ich das mit dem einkugeln noch nicht so richtig drauf hatte, lag ich einmal im krankenhaus in der notaufnahme. nachdem ich meine geschichte erzählt hatte, meinten die ärzte, dass es operative möglichkeiten gäbe. z.b. eine muskel-rekonstruktion.

wäre 'ne schöne sache, aber wenn ich die risiken bedenke... nein danke. meine mutter z.b., bekam ein künstliches hüftgelenk eingepflanzt. durch die berüchtigten "krankenhaus bakterien" hat sich das ganze so derbe entzündet, dass das neue gelenk wieder ausgebaut werden musste und sie etwa ein halbes jahr ohne hüftgelenk (also bewegungsunfähig) im bett lag, bis die speziellen antibiotika gewirkt hatten.

und das ausgerechnet in der Medizinischen Hochschule Hannover!

nee, nee, nicht mit mir! lieber gelegentlich nur kurz etwas leiden.

Autor:  kiwi_kirsch [ So 10. Jun 2007, 08:50 ]
Betreff des Beitrags: 

genau. wenn man sich de schulter(n) festtackern ließe- also bänder straffen per kurznähen, dann kugelt sie zwar nicht mehr aus, aber man hat einen dutlich geringeren bewegungsklreis, den man per physio wiedreherstellen müßte, mit ordentlich schmerzen und unsicherem erfolg. keine op in meine schultern.

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